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Whisky ![]()
als hochkomplexes Getränk zu schätzen und kommunizieren, ist ein ziemlich junges Phänomen. Single Malt Whisky war noch in den späten 60ern weitgehend unbekannt. Whisky war zu fast 100% Blended Whisky, war Bell’s oder Haig, also aus mehreren Brennereien und Jahrgängen verschnitten. Niemand achtete darauf, was er trank, niemand wusste über Whisky wirklich Bescheid. Das Delirium war enscheidend, weniger der Geschmack! Erst in den 70/80ern sind die großen schottischen Destillen aufgewacht und haben das kommerzielle Potential dieses „rohen Materials“ erkannt. Ähnlich wie beim Bier und der Rückbesinnung auf das „real ale“, begann man, sich an die Single Malt Produktion zu erinnern. William Grant von Dufftown war einer der ersten, der diesen Trend aufgespürt und seinen Glenfiddich aggressiv als Single Malt vermarktet hat. Wie profitabel das war, zeigt, daß die Familie Grant heute die zweitreichste in Schottland ist.
Die Grants haben ebenso erkannt, daß auch der Prozeß der Herstellung sich als Teil des schottischen Images vermarkten lässt und haben 1969 das erste Besuchszentrum eingerichtet, das heute 120 000 Besucher jedes Jahr aufnimmt. Diese Besuchszentren sind ein wichtiger kommerzieller Aspekte einer fast jeden Brennerei geworden. Der Whisky wird heute in mehr als 200 Länder weltweit exportiert und ist eine wirklich seriöse Bereicherung der schottischen Wirtschaft. Schottland exportiert jährlich über 700 Mio. Flaschen Whisky – hauptsächlich in die USA, nach Frankreich, Spanien und Japan. 90% des gesamten Scotch wird im Ausland konsumiert und jede Sekunde 30 Flaschen Übersee verkauft. So ist die Whiskyherstellung eine der Top 5 Exportindustrien von Großbritannien und wichtiger Arbeitgeber in Schottland.
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