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Natürlich gilt Nieselregen und Nebel für typisch schottisch. Aber das Wetter hier im Norden ist zu vielfältig und überraschungsfähig, um es nur darauf reduzieren zu können. Ein wesentliches und für das Reisen in Schottland unbedingt einzuprägendes Merkmal des Wetters ist seine ausgesprochene Wechselhaftigkeit. Gerade noch Regen und maulende Wolken jauchzt zwei Stunden später bereits die Sonne am Himmel. Also keine langanhaltenden Schlechtwetterperioden wie auf dem europäischen Festland. Man sagt hier: Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte eine Minute! Vorhergesagte „Shower“ können bedeuten: ununterbrochener Regen in Fort William und ein schöner Tag in den Cairngorms - oder umgekehrt. Grundsätzlich fällt im Westen des Landes, wo sich alle atlantischen Tiefausläufer erst einmal abregnen, doppelt so viel Niederschlag wie im Osten. Die gemeinhin schönsten, weil regenärmsten Reisemonate sind statistisch gesehen der Mai und Juni. Im Juli und August dagegen regnet es relativ viel.

Der Golfstrom an der Westküste beschert dem Land ein ausgeglichenes mild-ozeanisches Klima, das heisst, keine großen Kälte- und Hitzeextreme, sondern milde Winter und Palmen in den Gärten, aber auch kühle Sommer, in denen die Temperaturen selten über 20°C ansteigen. In den Bergen kann es zum Teil sehr kalt werden und in den Wintermonaten ist dort mit nicht geringen Schneemengen zu rechnen. Da kein Ort in Schottland mehr als 64 Meilen vom Meer entfernt ist, können wo auch immer stürmische wilde Winde toben.