Wind & Cloud Travel
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Ausrüstunsliste

 

Kleidung

  • Hochschaftige wasserdichte Wanderstiefel mit gutem Profil
  • Wind- und wasserdichte Jacke und Hose, evtl. Gamaschen
  • Wandersocken aus Wolle oder Funktionsfaser
  • Warmer Pulli (Fleece), Funktionshirt
  • Handschuhe, Mütze (für Wanderungen im Früh- und Spätjahr)
  • Handtuch

Sonstiges

  • Rucksack, Regenschutz oder Plastiksack für Rucksack
  • Evtl. Wanderstöcke
  • Abfalltüte, Taschenmesser
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Trinkflasche
  • Insekten + Sonnenschutz
  • Proviant

Camping

  • Zelt (ein Zelt sollte nicht mehr als 2kg pro Kopf wiegen)
  • Warmer Schlafsack, Isomatte
  • Kochgeschirr, Kocher, Gas

Nicht zu viel mitnehmen. Bedenkt jedes Gramm, das ihr tragen müsst. Die schönste Wanderung wird zur Qual wenn man zu viel Gepäck hat. Die Ersatzjeans und das 'Kleine Schwarze' bleibt besser zuhause!

 

Gefahren, Navigation, Markierung und Wegzustand

 

Obwohl die Berge in Schottland verglichen mit den Alpen oder anderen Gebirgen nicht sehr hoch sind, bergen sie nicht zu unterschätzende Gefahren. Das schnell wechselnde Wetter kann zu einem wirklichen Feind werden, wenn man nicht gut ausgerüstet ist. Regen, gepaart mit eisigem Wind, führt schnell zu Unterkühlung. Rasch aufziehender Nebel, stark ansteigende Flüsse nach Regenfällen oder auch Schneefall können dafür sorgen, dass Sie ihre geplante Tour abbrechen müssen. Im offenen Moorland oder in den Bergen gibt es oft den ganzen Tag keine Möglichkeit, sich unterzustellen. Dies kann bei schlechtem Wetter nicht nur zu einem körperlichen sondern auch zu einem mentalen Problem werden. Frustration und Erschöpfung sind die Folge. Auch Dehydrierung und Unterzuckerung können Sie in ernste Schwierigkeiten bringen.

Es gibt in Schottland kein ausgebautes Wegenetz mit Markierungen an jedem zweiten Stein. Das schottische Wegenetz umfasst meist althergebrachte Verbindungen, die schon zu Zeiten der Clans als Wege dienten. Dies sind keine speziell angelegten Wanderwege, so dass sich Pfade oftmals im Nichts verlieren und guter Pfadfinderkenntnisse vonnöten ist.

Erkundet man auf eigene Faust, so erklärt sich von selbst, dass aufgrund mangelnder Beschilderung und Wegmarkierung dass Kenntnisse im Kartenlesen unerlässlich sind. Wünschenswert wäre der sichere Umgang mit dem Kompass. Auch sollte man einzuschätzen imstande sein, wie viel Zeit man für eine bestimmte Distanz kalkulieren muss. Viele Navigationsfehler werden gemacht, nicht aus Unwissenheit, wo Norden ist, sondern weil man sich verschätzt, wie weit man schon vorangekommen ist. Die schottischen Täler sind sehr lang!


In vielen wilderen zivilisationsfernen Gegenden kann es wirklich ratsam sein, mit einem schottlanderfahrenen Guide zu wandern, der Sie sicher und kundig führen wird.

 

Verhaltensetikette in der Natur

 

  • Vermeiden Sie jegliche Brandgefahr - kein Lagerfeuer!
  • Lassen Sie alle Gatter und Tore so, wie Sie sie vorfinden!
  • Bleiben Sie auf den Wegen (vor allem auf bewirtschaftetem Farmland)!
  • Benutzen sie Gatter und Leitern, um Zäune, Hecken und Mauern zu überwinden!
  • Lassen Sie Felder und Maschinerie so, wie sie sind!
  • Nehmen Sie ihren Müll mit nach Hause!!! Lassen Sie niemals irgendwo ihren Unrat liegen. Fühlen Sie sich auch nicht zu stolz, den Müll anderer, nicht so netter Zeitgenossen, mitzunehmen. Sie unterstützen die Natur damit.
  • Helfen Sie, das Wasser sauber zu halten. Bitte nichts ins Wasser kippen. Auch beim Verrichten der Notdurft sollten Sie mindestens 50m Abstand zu allen Gewässern halten. Das Trinkwasser wird teilweise direkt aus den Gebirgsbächen gewonnen und die Bewohner finden es weniger amüsant, wenn Müll und Fäkalien in ihrem Wasserglas schwimmen.
  • Schützen Sie wilde Tiere, Pflanzen und Bäume. Pflücken Sie keine Blumen, stören Sie möglichst die Tiere nicht auf und vermeiden Sie die Beschädigung der Gehölze.
  • Machen sie keinen unnötigen Lärm!

  

Midges und sonstige Hochlandbewohner

 

Midges

MIdges sind winzig kleine Biester mit einem großen Durst. In den Hochsommermonaten entkommt man ihnen kaum. Sie stürzen sich besonders gern auf verschwitzte Wanderer, die sich gerade zu einer wohlverdienten Erholungspause niederlassen. Sie lieben windstille, trocken-feuchte Verhältnisse. Einer leichten Brise können sie aufgrund ihrer geringen Größe schon nicht mehr Stand halten. Auch zu kalt mögen sie es nicht. Ihren Durst stillen sie am liebsten nachmittags bis abends.

Leider gibt es kaum wirksame Mittel. Elektrische Abwehrmittel lassen sie kalt, auch chemische Keulen wie Autan, Zedan helfen nur bedingt. Die Schotten schwören auf "Skin-so-Soft" von Avon. Das ist eigentlich eine Feuchtigkeitspflege, aber etwas ist da drin, was die Midges nicht mögen. Habe es selbst schon ausprobiert, scheint wirklich etwas zu helfen.

Ein Mückennetz fürs Gesicht tut auch gute Dienste. Am besten vor Ort kaufen. Dort gibt es welche, die dicht genug sind, um die klitzekleinen Tierchen fern zu halten.

Die Midges-Saison geht von Ende Juni bis Anfang September, je nach Witterung, wobei die Central Highlands nicht gar so "verseucht" sind wie der Westen Schottlands.


Wild & Schafe

In den Highlands werden wir auf viele Raubvögel (Bussarde, Steinadler, Fischadler), sowie Mohrhühner, Auerhähne und Berghasen treffen. Eine große Population von Rotwild bevölkert die Berglandschaft, sowie das allseits existierende Schaf, Schottlands meistverbreitestes Nutztier.

 

In der Jagdsaison (August – Oktober) dürfen die Wege nicht verlassen werden. Einerseits, um die Tiere nicht zu erschrecken, andererseits um das Risiko, vor die Flinte eines allzu euphorischen Jägers zu geraten, gering zu halten. Von Mitte April bis Ende Mai gebären die Schafe ihre Lämmer. In dieser Zeit sind Mutter- und Jungtiere besonders empfindlich gegen Störungen. Ein – versehentlich – erschrecktes Muttertier kann leicht sein Junges verlieren.

Das berühmte Highland Cattle mit seinen geschwungenen Hörnern und dem zotteligen Fell wurde lange Zeit nur noch aus Liebhaberei gehalten, erlebt aber gerade eine Renaissance. Highland Cattles sind phlegmatische Zeitgenossen und beobachten den Wanderer mit einer stoischen Gelassenheit. Einzig, wenn Jungvieh in der Nähe ist, sollte man sich den Tieren nicht zu sehr nähern.

 

Schotten

Eigensinniges, aber sehr gastfreundliche Spezies der Gattung Mensch, die sich in den nachmittags und abendstunden bevorzugt in geschützter Umgebung (Pub) aufhält und für reichlich Flüssigkeitsaufnahme sorgt. Der der Spezies nachgesagte Geiz konnte nach jahrelangen Eigenversuchen nicht nachgewiesen werden, im Gegenteil, eine gewisse Großzügigkeit ist zu erkennen. Keine Angst wenn ein Schotte eine Konversation beginnt, es werden hier ist in der Regel die Grundformen der Höflichkeit gepflegt und ist kein beginnendes Paarungsritual. Die eigentümliche Spache dieser Bergspezies führt zu Beginn oft zu Mißverständlichkeiten, die nach weiteren Studien jedoch wesentlich verständlicher werden, im Besonderen nach reichlich Genuss des schottischen Lebenswassers. Die Spezies Schotte kann im Ganzen als freundlich und friedfertig eingestuft werden und ist gegenüber anderen Gattungen der Spezies Mensch äußerst interessiert und liebenswürdig. Einzige Ausnahme bildet der direkte teritoirale Nachbar, der Engländer

 

Munros, Corbetts und so weiter